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Herzlich willkommen auf unserer privaten Homepage, die Ihnen etwas erzählen will über uns und unsere nähere Heimat. Frauenberg liegt in wunderschöner Lage auf einer Anhöhe, den Isarhangleiten, am Rande der Stadt Landshut, eingebettet zwischen Wald und Feldern. Auch nach der 1975 erfolgten Eingemeindung nach Landshut hat Frauenberg bis heute sein dörfliches Flair bewahrt.. Die älteste Erwähnung Frauenbergs stammt aus einer Urkunde des Klosters Seligenthal vom 21.4.1298. Aber auch 5000 Jahre alte Funde aus der Jungsteinzeit belegen, dass das Gebiet um Frauenberg uraltes Siedlungsgebiet ist. Noch heute kann man bei Bodenaufschlüssen mit etwas Glück Bruchstücke steinzeitlicher Artefakte finden. Auch Hügelgräber sind Zeugen vergangener Zeiten. In der ehemaligen Gemeinde Frauenberg lebten bekannte Persönlichkeiten wie der weltbekannte Dichter Clemens Brentano; Candid Huber, Benediktinerpater und Botaniker; Maler Ignaz Mayer-Frauenberg; Otto der V., genannt der Faule, und Konradin der letzte Hohenstaufer. Auch die Kunstschätze der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung und die Hofgeschichten der alten Anwesen erzählen von vergangenen Zeiten. Was lag also näher, als ein Buch zu schreiben, um historische Informationen zu bewahren und Erinnerungen wieder lebendig werden zu lassen ?
Frauenberg: Ein Kirchdorf im Wandel der Zeiten Eine kulturgeschichtliche Heimatstudie
Dieses 2007 entstandene Heimatbuch lädt zu einer Entdeckungsreise ein, die vor der Haustür beginnt und bis in die Vor- und Frühgeschichte des Isartals führt, um nach dieser Exkursion einzukehren in die Zeitgeschichte Frauenbergs, schreibt Prof. Dr. Dr. Möde in seinem ‘Vorwort. Auf der Seite Heimatbuch erfahren Sie mehr über die Entstehungsgeschichte und den Inhalt des Buches.
Im Haus Nr. 6 mit dem Hofnamen Schneidergütl hatte Frauenberg bis vor einigen Jahren ein beliebtes Dorfwirtshaus. Im Jahr 2005 haben Karl und Liesl Asen dieses Bierstüberl mit Krämerei aus Altersgründen aufgegeben. Die neuen Eigentümer, Andrea und Peter Spießl, haben nun die Gasträume und den kleinen Biergarten einfühlsam renoviert und das bisher unbekannte Gewölbe restauriert.
Endlich haben wir nun wieder unseren gemütlichen Dorftreffpunkt.
Es lohnt sich, Frauenberg näher kennen zu lernen und die Umgebung zu erleben.
Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung,
eine gotische Kirche mit romanischem Turm, ist weit übers Isartal hin zu sehen. Sie ist über 500 Jahre alt und der Mittelpunkt unseres kleinen Kirchdorfes. Der Kirchenführer wurde von Heribert Dettenkofer kürzlich neu gestaltet. Er beschreibt darin die wechselvolle Geschichte der Kirche, die Kunstschätze, die Wallfahrt, die Erhardilegende und erstellte eine Zeittafel von 690 n. Chr. bis heute, mehr...
Archäologie
wird hier lebendig, denn die Höhen um Frauenberg sind seit Jahrtausenden besiedelt. Zeugen sind Hügelgräber, Wallanlagen, Burgställe, oder heute noch gelegentliche Lesefunde von Keramikstücken und Silex-Artefakten. (Heimatbuch, S. 57, Vor- und Frühgeschichte, Autor Prof. Dr. Georg Spitzlberger)
Ein archäologischer Wanderweg entlang der Isarhangleiten wird gerade vom Verein ArLan (Verein für Archäologie und Bodendenkmalpflege in Stadt und Landkreis Landshut) geplant, der der Bevölkerung die Archäologie näher bringen und auf Boden- und Naturdenkmäler aufmerksam machen soll, mehr...
Straßburg,
1213 erstmals urkundlich erwähnt, ist nur noch als Bodendenkmal erhalten. Beim Wandern findet man noch Spuren der großen Burganlage auf der Isarhangleite, oberhalb des vorzeitlichen Isarüberganges bei Gretlmühle, mehr...
Burg Wolfstein,
die Geburtsstätte Konradins, des letzten Stauferkönigs. (Heimatbuch, S. 431, Persönlichkeiten aus Frauenberg und Umgebung, Autor Heribert Dettenkofer) mehr...
Otto V., Markgraf von Brandenburg,
genannt Otto der Faule, lebte ebenfalls lange auf der Burg Wolfstein. (Heimatbuch, S. 434, Persönlichkeiten aus Frauenberg und Umgebung, Autor Heribert Dettenkofer)
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Geschichte eines Kellerfundes in der Nähe der Martinskirche in Landshut, mehr...
Ignaz Mayer-Frauenberg
ein bekannter Maler, wurde auf einem Bauernhof nahe Frauenberg 1874 geboren. (Heimatbuch, S. 445, Persönlichkeiten aus Frauenberg und Umgebung, Autor Heribert Dettenkofer) mehr...
Flora und Fauna
Interessant ist auch die durch den Isarlauf entstandene Flora mit vielen seltenen und geschützten Pflanzen. Zu einem Naturparadies hat sich der am westlichen Rand von Frauenberg gelegene ca. 300 ha große ehemalige Bundeswehr-Übungsplatz entwickelt, der hoch über dem Isartal liegt und nun ein Naturschutzgebiet ist. Das entstandene Biotop beherbergt eine einzigartige Fülle seltener Tier- und Pflanzenarten, vor allem auch viele gefährdete Insekten- und Amphibienarten. (Heimatbuch, S. 21, Pflanzenwelt, Autor Rudolf Boesmiller, S. 39, Tierwelt, Autor Helmut Kolbeck)
In Frauenberg ist als eingetragenes Naturdenkmal eine über hundert Jahre alte Linde zu finden. Es handelt sich um eine Winterlinde, die am 11. Oktober 1891 anlässlich der Geburt von Anton Paringer von dessen Vater gepflanzt wurde. (Anton Paringer war der Vater von Lisl Paringer, die 1959 Karl Asen heiratete und mit ihm das Frauenberger Bierstüberl eröffnete).
Das alte Frauenberg
Postkarten sind interessante Bilddokumente. Hier die wohl älteste Ansichtskarte von Frauenberg, mit Datum des Poststempels vom 30. Juni 1900. (Verlag von C. Dittmar, Kgl. und Herzogl. bayer. Hof-Photograph)
Auf dem Foto links im Vordergrund der Seppenjacklhof, im Hintergrund Dach des alten Schulhauses, rechts neben der Kirche das Mesner-Anwesen, die Frauenberger Schmiede und dahinter der Giebel des Schneider-Gütls mit Krämerei und Schankbetrieb.
Hofnamen und Flurbezeichnungen
geben ähnlich wie archäologische Funde Hinweise auf geschichtliche Entwicklung oder altes Handwerk. So gab es bis vor einigen hundert Jahren nach historischen Landkarten zwischen Frauenberg und Martlhaid eine Ziegelei und eine Flur namens Ziegelacker.
Besonders interessant sind alte Hofnamen, die Geschichten erzählen. In unserem Heimatbuch beschreibt Gerd Müller in der Hofchronik zum Beispiel den Weinzierlhof, das älteste, bereits 1411 urkundlich erwähnte Anwesen.
Nachdem Weinzierl altbairisch Winzer bedeutet, müsste hier früher Wein angebaut worden sein. Und tatsächlich gibt es östlich von Frauenberg die Flurbezeichnung Weinberg und sogar eine alte bildliche Darstellung der Weinkelterei “bei Landshut in Niederbayern”. Es handelt sich um ein Bild “nach einem Gobelin aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts im Bayrischen National-Museum zu München”. (Enzyklopädie “Der Mensch und die Erde, von Hans Kraemer, Ausgabe 1906).
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