Frauenberg_

Unser Heimatbuch: Frauenberg - ein Kirchdorf im Wandel der Zeiten

Dieses 2007 entstandene Heimatbuch lädt zu einer Entdeckungsreise ein,
die vor der Haustür beginnt und bis in die Vor- und Frühgeschichte des Isartals führt,
um nach dieser Exkursion einzukehren in die Zeitgeschichte Frauenbergs,
schreibt Prof. Dr. Dr. Möde in seinem Vorwort.
 

Frauenberg wurde erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1298. Der Turm unserer bekannten Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung steht noch auf romanischen Fundamenten. Besiedelt ist das Gebiet seit der Jungsteinzeit, also seit über 7000 Jahren, wie archäologische Funde rund um Frauenberg beweisen. Die alten Flurbezeichnungen, Hofnamen, Bodendenkmäler und überlieferten Geschichten waren Anlass für unser Heimatbuch, das die Geschichte der ehemaligen Gemeinde Frauenberg erzählt.

Frauenberg: Ein Kirchdorf im Wandel der Zeiten,
Eine kulturgeschichtliche Heimatstudie

Herausgeber ist Prof. Dr. Dr. Möde, Frauenberg / Eichstätt,  der auch das Erscheinen des Buches in der Schriftenreihe seines Lehrstuhls ermöglicht hat. In seinem Vorwort zum Buch ist der Werdegang beschrieben. Die Vorarbeit begann vor Jahrzehnten durch eine Materialsammlung des damaligen Frauenberger Schulleiters Vinzenz Kirchmeier, fortgesetzt wurde sie durch weitere Quellensichtung im Rahmen einer unvollendeten Forschungsarbeit durch Frau Mag. Annemarie Kaindl, Münchner Staatsbibliothek. Vollendet wurde das Buch nun nach weiteren umfangreichen Recherchen durch zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter.

In dieser kulturhistorischen Heimatstudie über die ehemalige Gemeinde Frauenberg sind Geologie, Fauna und Flora, Vor- und Frühgeschichte, Orts- und Flurnamen in wissenschaftlich fundierter Weise dargestellt. Viel Interessantes, Wissenswertes und teils Vergessenes ist durch alte Urkunden und Bilder festgehalten: eine Hofchronik, die politischen Ereignisse, Persönlichkeiten, Künstler und Schriftsteller, die hier lebten, wie Konradin der letzte Hohenstaufer-Kaiser, Otto V. Markgraf von Brandenburg, Candid Huber (Benediktinerpater und Botaniker), Ignaz Mayer-Frauenberg (Kunstmaler).

Im Mittelpunkt aber steht die Frauenberger Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung mit ihrer Jahrhunderte langen Geschichte, anschaulich beschrieben und reich bebildert, von der Christianisierung über das Wirken des Hl. Erhard bis heute, mit ihren baulichen Veränderungen, ihren Kunstschätzen und der Wallfahrt.

Das Buch erschien 2007 im Fachverlag für wissenschaftl. Literatur Dr. Kovac, Hamburg, ISBN-Nr. 978-3-8300-3200-7, Hrsg. Prof. Dr. Dr. Erwin Möde, Frauenberg.   2014 wurde das Buch überarbeitet und ergänzt. Herausgeber Gerhard Müller, Auloh.
Flyer Heimatbuch


Zum Inhalt des Buches:

Prof. Dr. Georg Spitzlberger schreibt über die geologische Geschichte Frauenbergs, die subtropischen Wälder, Funde von Blattabdrücken urtümlicher Pflanzen, die Ausformung des Isartals, beginnend in der Tertiärzeit bis heute.
Interessant sind die reich bebilderten Kapitel zur Vor- und Frühgeschichte, die Beschreibung der Keramik, Linearband-, Stichbandkeramikfunde in Frauenberg und Umgebung, Steinwerkzeuge, Speerspitzen, Pfeilspitzen aus Silex, Feuerstein, Bronzebeile.
Geschichte wird lebendig in der Beschreibung der Straßburg, die einmal bei Frauenberg stand und deren Burghügel noch ein beliebtes Wanderziel für “Eingeweihte“ ist.
Ortsnamen: Wer weiß heute noch, woher die alten Hof- und Ortsnamen, von Albing bis Wolfstein, stammen? Das Buch gibt Auskunft.
Mit Clemens Brentano hat sich hier ein Kapitel deutscher Geistes- und Literaturgeschichte zugetragen. Amüsant sind die Geschichten, die Prof. Dr. Spitzlberger dazu und auch zu den privaten Turbulenzen erzählt, die sich in der damaligen Universitätsstadt Landshut und vor allem in der damaligen Gemeinde Frauenberg in Stallwang in einem ehemaligen Schlösschen des Grafen Toerring zugetragen haben.

Gerd Müller schrieb eine Hofchronik. Nach Hausnummern geordnet sind die alten Hausnamen, Familien- und Hofgeschichten in der alten Gemeinde Frauenberg und den umliegenden Gehöften festgehalten.

Helmut Kolbeck gibt einen Einblick in das reiche Insektenleben um Frauenberg, insbesondere auch am ehemaligen Truppenübungsplatz. Das Gebiet hat für das Überleben seltener und gefährdeter Arten landesweite Bedeutung. Schwerpunkte der ausführlichen und interessanten Beschreibung sind Wildbienen, Schmetterlinge und Libellen.

Martin Hans schildert das Vereinsleben mit vielen interessanten Episoden sowie die Geschichte der ehemaligen Schule, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht. Außerdem erzählt er die Entstehungsgeschichten der zahlreichen Kapellen und Wegkreuze im Bereich Frauenberg.

Heribert Dettenkofer beschreibt ausführlich die Geschichte der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, sowie das Wirken wichtiger Persönlichkeiten in Frauenberg: Konrad der letzte Hohenstaufer-Kaiser; Otto V.  Markgraf von Brandenburg, auch genannt Otto der Faule; Candid Huber (Benediktiner und Botaniker), Ignaz Mayer-Frauenberg (Kunstmaler).
Die Kirchengeschichte ist das zentrale Thema des Buches. Dettenkofer beschreibt ausführlich die Zeit ab Beginn der Christianisierung im 4. Jahrhundert, die Tätigkeit des Wanderbischofs Hl. Erhard im 7. Jahrhundert in Frauenberg mit den Erhardilegenden und -brauchtümern sowie die baulichen Besonderheiten und Kunstschätze der Kirche.

Karl G. Dengler  wertete chronologisch und akribisch alte Urkunden, Grundbucheinträge, Presseveröffentlichungen, Fotos und Erzählungen von Zeitzeugen aus. Es entstanden interessante Geschichten, in denen besonders ausführlich die alte Gemeinde Frauenberg, die ehemalige Hofmark Stallwang und Auloh mit ihrer politischen Geschichte, ihren alten Höfen und Gasthäusern sowie Nachkriegsereignissen beschrieben sind, bis zur gegenwärtigen Entwicklung.

Rudolf Boesmiller veranschaulicht, wie in Jahrmillionen die heutige Kulturlandschaft entstanden ist und zeigt uns die reichhaltige Flora, die insbesondere im ehemaligen Gemeindegebiet Frauenberg mit seinem Anteil am Naturraum Isartal mit den Hangleiten noch erhalten ist. Vom Ährigen Christophskraut bis zum Zweiblatt werden seltene Pflanzen und Standorte beschrieben. Wanderungen durch die beschriebenen Lebensräume werden sicher zum Erlebnis, auch wenn nicht jede der beschriebenen Pflanzen erkannt und gefunden wird.

 

Die Mitarbeiter:

Buchmitarbeiter
Prof. Dr. Dr. Möde

Autoren:
Rudolf Boesmiller, Landshut,
Studiendirektor a. D., vormals Lehrer für Mathematik und Physik am Hans-Carossa-Gymnasium, Landshut.


Karl G. Dengler, Auloh,
Diplom-Verwaltungswirt (FH),
Oberamtsrat a. D. der Landwirtsch. Sozialversicherung Ndb./Opf./Schw.


Heribert Dettenkofer, Landshut,
Dipl.-Ing. (agr.) FH,
Verwaltungsangestellter a. D., Stadt Landshut.

Martin Hans, Frauenberg,
Regierungsschuldirektor a. D., Sportreferent der Regierung von Niederbayern.

Helmut Kolbeck, Weng,
Diplom-Forstwirt,
Freiberuflicher Sachverständiger.

Gerhard Müller, Auloh,
Technischer Aufsichtsbeamter der Land- und Forstw. Berufsgenossenschaft Ndb./Opf. und Schwaben, Landshut.

Prof. Dr. Georg Spitzlberger, Landshut,
Museumsdirektor und Stadtarchivar a. D. (Lehrbeauftragter an der Univ. München, FH Landshut und FH Weihenstephan).

Buchgestaltung, Druckvorlage:
Alfred Geisselmann, Frauenberg, Geschäftsführer Landshut, Gebietsleiter Südbayern a. D., DAK.

Weitere Mitarbeiter:
Huber, Rudolf, Auloh;
Nußbaumer, Bernhard, Frauenberg;
Riederer, Theodolinde, Auloh.

Prof. Dr. Spitzlberger
Gerhard Müller
Helmut Kolbeck
Martin Hans
Heribert Dettenkofer
Karl Dengler
Rudolf Boesmiller
Alfred Geisselmann
Rudolf Huber
Bernhard Nußbaumer
Theodolinde Riederer

 

Weiterführende Links:

Herausgeber:

www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/THF/homiletik (Prof. Dr. Dr. Erwin Möde, Eichstätt, Frauenberg

Infoseiten:

www.lvg.bayern.de (Landesamt für Vermessung und Geoinformation; Landkarten, topographische Karten)
www.bayerische-landesbibliothek-online.de/histkarten ( Bay. Landesbibliothek; historische Karten, Ortsblätter der Kataster-Uraufnahme)
www.bild.bundesarchiv.de/  (Bundesarchiv, digitales Bildarchiv)