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Die Wallfahrtskirche wurde im gotischen Stil zwischen 1470 - 1480 auf den Resten einer romanischen Kirche aus der Zeit zwischen 950 und 1250 erbaut. Davor wird eine hölzerne Kapelle im Zusammenhang mit der Missionstätigkeit des Hl. Erhard vermutet, der um 700 hier als Wanderbischof wirkte.
Heribert Dettenkofer hat im neuen Kirchenführer anschaulich die künstlerische Ausstattung, die Frauenberger Wallfahrt, Bräuche und Legenden beschrieben und eine interessante Zeittafel erstellt.
Ungeklärt ist bisher noch die Zuordnung einiger Schlusssteine des Netzgewölbes im Langhaus der Kirche. Wir suchen noch nach dem Ursprung der drei rechts abgebildeten Schlusssteine.
Für das Wappen rückt eine Erklärung näher, denn es findet sich ein ähnlicher Schlussstein in der Kirche St. Erhard, in der Breitenau (Steiermark). Mein Dank geht an Herrn Prof. Mag. Christian, Breitenau, Präsident des Archäologischen Vereins Flavia Solva, der Hinweise auf Familien gab, die ähnliche Wappen führten: die Ellerbach, die Welsbach und die Zollern.
Ein ähnliches Wappen wird auch auf der Homepage der Gemeinde Rohr in Mittelfranken beschrieben. Das Wappen wurde von der Regierung von Mittelfranken am 29.1.1982 genehmigt und entspricht (ohne die nachträglich eingefügten Rohrkolben) dem Wappen einer Familie de Ror oder Rorer, einem Ortsadel, der seit 1285 in Rohr nachweisbar ist, die Farben Silber und Schwarz erinnern an die grundherrschaftliche Abhängigkeit von den Markgrafen Brandenburg-Ansbach.
(Hinweis: Otto V., genannt der Faule, war 1360 - 1373 Kurfürst von Brandenburg und lebte hier nahe Frauenberg auf der Burg Wolfstein).
Auf einem sehr alten Gemälde in der Kirche, das den Hl. Erhard darstellt, ist im Hintergrund die Wallfahrtskirche Frauenberg zu sehen, wie sie ab 1712 ausgesehen hat. Damals wurde der Turm aufgestockt und mit einer Zwiebelkuppel versehen. 1866 wurde wieder ein Spitzhelm aufgesetzt. Zweimal schon wurde der Kirchturm durch Unwetter zerstört. Zuletzt 1990 durch den Sturm “Wiebke”.
    
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