Otto der V., genannt der Faule, Markgraf von Brandenburg
In unserem Heimatbuch hat Heribert Dettenkofer die Geschichte des Markgrafen Otto V., genannt der Faule, beschrieben. Erst nachträglich entdeckte ich die interessante Vorgeschichte der im Heimatbuch abgebildeten Standfigur.
 Bei Umbauarbeiten in einem Nachbarhaus der Martinskirche, Landshut, fand man in einem bisher zugemauerten Kellerraum 45 Steinfragmente, die sich zu einer 2,2o m großen Skulptur zusammensetzen ließen. Vermutet wurde zunächst ein Heiliger oder Adeliger. In “Das archäologische Jahr in Bayern 1998”, Konrad Theiss Verlag GmbH, Stuttgart, ist die Fundgeschichte ausführlich beschrieben. (S. 132; “Eine gotische Großplastik aus dem Keller des sog. Palzhauses bei St. Martin in Landshut”. Autoren: B. Engelhardt und F. Niehoff).
Foto li: Museen der Stadt Landshut, Toni Ott, Foto re: Konrad Theiss-Verlag, Stuttgart
Eine weitere Episode aus dem Leben Ottos erfuhren wir vom Kirchturmführer der Wallfahrtskirche Maria-Ramersdorf in München. Dort befindet sich im rechten Seitenaltar (Kreuzauffindungsaltar) ein Umhängekreuz mit Kreuzpartikelreliquie, welches der Vater von Otto V., Kaiser Ludwig IV. (der Bayer), anlässlich seiner Kaiserkrönung im Petersdom vom Papst geschenkt bekam. Nach bisherigen Erkenntnissen hat Otto V. dieses Kreuz 1379, also kurz vor seinem Tod, der Kirche geschenkt.
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