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Rezepte

Kochen: Ein Hobby unserer Stammtischrunde

Hier kocht (manchmal) der Chef.
Diese Schmankerl-Rezepte unserer Stammtischrunde sind einfach und arbeitssparend, passen zu Hopfen und Malz und enthalten ausreichend Nährstoffe und Kalorien für einen langen Abend. (Für weitere Rezept-Anregungen sind wir dankbar...)

Salzbraten:

Salzbraten2 kg    Salz
2 kg    Schweinefleisch (Wammerl, Schulter)
3 Std.  ins Bratrohr bei 150 Grad.

. . . und fertig ist der Lieblingsbraten unserer Schafkopfrunde!

Das Rezept ist kein Witz, wie ich anfangs dachte.
Was aus dem Rohr kommt ist kein Brikett sondern ein überaus saftiger und knuspriger Braten.

Zubereitung:
Salz in Bratwanne schütten, glatt streichen, Fleisch darauf legen, mit der Schwarte nach unten, nicht abdecken, Rohr vorheizen (auf ca. 250 Grad), Braten hinein und sofort auf 150 Grad herunter,
nach 1 Stunde Fleisch umdrehen und die schon weiche Schwarte einschneiden
1,5 Stunden bei 150 Grad weiterbraten, dann 15 - 20 Minuten auf höchste Stufe bis die Schwarte knusprig braun aufbricht.
Vor dem Anschneiden etwas ruhen lassen, da sehr saftig!

Bemerkungen:
Das Verhältnis Salz zu Fleisch soll immer 1 : 1 sein. Das Salz sorgt für ein besonderes Klima im Rohr, der Braten bleibt saftig, das Rohr verschmutzt nicht (wichtig für kochende Männer !).
Das Fleisch schmeckt nicht etwa salzig, es wird sogar wie üblich vorher mit Salz, Pfeffer und sonstigen Lieblingsgewürzen oder Öl eingerieben.

Nachdem eine Soße fehlt, passt dazu gut ein saftiger Kartoffelsalat.
Oder als warme Beilage:  Petersilienkartoffeln nach Art des Hauses:
Kartoffeln schälen, in Gemüsebrühe kochen,  in dickere Stücke schneiden, würzen (Salz, frisch gemahlenen Pfeffer, Chili, ein paar grüne Pfefferkörner), genügend Schmand (Sauerrahm) und etwas vom Kochwasser, sowie frisch gehackte Petersilie untermischen.
Besonders gut eignet sich der restliche Salzbraten, - wenn etwas übrig bleibt -, als kalter Braten.

 

Niederbayerisches Erdäpflbratl

KartoffelbratlNochmal ein Rezept für 4 gstandne Stammtischbrüder:

1,5 kg Schweineschulter oder -Wammerl,
ein paar Knochen, Ripperl oder (Kalbs-)Haxerl
pro Person 3-4 Kartoffeln
je 3 Zwiebeln, Karotten, Knoblauchzehen, 1 Stange Lauch
Öl, Tomatenmark, Gemüsebrühe
Gewürze: Salz, Pfeffer, Chili, Kräutermischung (Majoran), Kümmel

1. (15 min.)
Rohr vorheizen auf 250 Grad, gewürztes Fleisch und Knochen 15 min trocken braten, Schwarte nach unten

2. (50 min.)
dann Öl, Tomatenmark und grob zerkleinerte Zwiebeln, Karotten, Lauch, Knoblauch und Kümmel kurz anrösten lassen, und mit 0,5 Liter Brühe aufgießen. Rohr zurückschalten auf 160 Grad und 50 min. braten.

3. (50 min.)
Dann Fleisch umdrehen, Schwarte nach oben und einschneiden.
Kartoffeln vierteln, würzen und in die Soße legen. Sie sollten nicht ganz bedeckt sein, damit sie anbräunen. Zum Schluss noch ein paar Minuten auf 250 Grad, damit Schwarte knusprig wird.

In der Bratraine servieren, dazu geriebener schwarzer Radi, und Bauernbrot . . .

Original niederbayerisch und besonders zart und würzig wäre das Rezept mit Surfleisch !
(Beispiel: 5 kg Fleisch ohne Knochen mit Mischung aus 125 g Kochsalz, 3 Knoblauchzehen, 10 Wacholderbeeren und 3 Zwiebeln einreiben, in Tongefäß eng aufeinanderschichten, gut beschweren, kühl stellen, nach zwei Tagen muß das Fleisch von Saft bedeckt sein, sonst etwas Salzwasser zufügen. Nach 1 Woche fertig zum Braten.